Was ist DNS? Das Domain Name System übersetzt Internetadressen wie seawalldns.com in die IP-Adressen, mit denen Geräte einen Server erreichen. Ein DNS-Filter prüft diese Anfragen zusätzlich: Gehört eine Adresse zu einem bekannten Werbe-, Tracking- oder Betrugsdienst, kann er die Verbindung verhindern. Damit lässt sich Werbung auf dem Gerät reduzieren, nicht nur in einem einzelnen Browser.
Aktualisiert am 29. Okt. 2026 · 11 Min. Lesezeit · Seawall-Team
Kurz gesagt
DNS-Filter können Werbung und Tracking in Browsern, Apps und Spielen blockieren, wenn dafür eigene Domains verwendet werden.
Die Einrichtung erfolgt über vorhandene Geräteeinstellungen oder den Router; eine zusätzliche App ist dafür bei Seawall nicht nötig.
Werbung innerhalb von YouTube-Videos und Werbung von der eigenen Domain einer Website bleiben außerhalb der Möglichkeiten einer DNS-Sperre.
Was ist DNS?
DNS ist das Namenssystem des Internets. Menschen verwenden lesbare Domainnamen, während Verbindungen zu Servern über IP-Adressen aufgebaut werden. Der sogenannte DNS-Resolver beantwortet die Frage Ihres Geräts, welche Adresse zu einem Namen gehört.
Öffnen Sie eine Website, fragt Ihr Gerät normalerweise zuerst nach deren Domain. Anschließend verbindet es sich mit der zurückgegebenen IP-Adresse. Für Bilder, Videos, Werbung und eingebundene Dienste können weitere Domainanfragen folgen.
Damit nicht jede Anfrage erneut beantwortet werden muss, speichern Betriebssysteme, Browser und DNS-Resolver Antworten vorübergehend im Zwischenspeicher. Deshalb kann eine Änderung der DNS-Einstellung etwas Zeit brauchen, bis sie bei bereits geöffneten Seiten sichtbar wird.
Und was ist DNS im Verhältnis zu Ihrem Internetanschluss? Es ersetzt weder WLAN noch Mobilfunk, sondern hilft Ihrem Gerät, die richtigen Ziele zu finden. Funktioniert die Namensauflösung nicht, können Webseiten unerreichbar erscheinen, obwohl das Gerät weiterhin mit dem Netzwerk verbunden ist.
Verschlüsseltes DNS schützt die Übertragung der DNS-Anfrage zum Resolver. Dazu gehören DNS over TLS und DNS over HTTPS. Eine vollständige Anonymisierung entsteht dadurch nicht: Der gewählte DNS-Anbieter bearbeitet weiterhin die angefragten Domainnamen.
Wie funktioniert DNS-Filterung?
DNS-Filterung ergänzt die Namensauflösung um eine Entscheidung: Darf dieses Gerät die angefragte Domain erreichen? Der Dienst gleicht den Namen mit Filterregeln ab und gibt für gesperrte Ziele keine nutzbare Zieladresse zurück. Dadurch kann das Gerät die zugehörigen Inhalte nicht wie vorgesehen laden.
Ein Beispiel: Eine Nachrichtenwebsite lädt ihren Artikel von der eigenen Domain und ein Werbebanner von einer separaten Werbedomain. Sperrt der DNS-Filter nur die Werbedomain, bleibt der Artikel erreichbar, während die Banneranfrage scheitert. Dasselbe Prinzip kann bei Werbung in Apps und Spielen funktionieren.
Aber DNS sieht keine einzelnen Seitenelemente. Der Filter entscheidet über Domains, nicht darüber, welches Bild oder welcher Abschnitt auf einer Seite stört. Ein leerer Werbeplatz kann deshalb sichtbar bleiben, obwohl die eigentliche Werbedatei nicht geladen wird.
Für die Einrichtung zählt vor allem, wo der Schutz greifen soll. Ein Filter am Router versorgt das Heimnetz; eine persönliche DNS-Einstellung auf dem Smartphone kann auch außerhalb dieses Netzes gelten.
Einrichtung
Geeignet für
Grenze
Direkt am Smartphone
Schutz im WLAN und über mobile Daten
Auf jedem Gerät einzeln einrichten
Am Router
Fernseher und andere Geräte im Heimnetz
Gilt nicht automatisch unterwegs; eigene DNS-Einstellungen können die Routervorgabe umgehen
Browser-Erweiterung
Zusätzliche Filterung von Seitenelementen im Browser
Schützt nicht automatisch andere Apps oder Geräte
Einstellungen auf Ihrem Gerät anpassen
Für Seawall erhalten Sie nach der Anmeldung die persönliche DNS-Adresse und die passenden Einrichtungsangaben im Konto. Verwenden Sie immer das für Ihr Gerät vorgesehene Format: Ein DNS-Hostname, eine DNS-over-HTTPS-Adresse und numerische DNS-Serveradressen sind nicht austauschbar.
Notieren Sie vor Änderungen die bisherige Einstellung. Bei mehreren Geräten lohnt sich die Einrichtung am Router für das Heimnetz und zusätzlich direkt auf Smartphones für unterwegs. Windows, Mac und Smart-TV benötigen dabei nicht zwingend denselben Einrichtungsweg.
Android: Privates DNS aktivieren
Ab Android 9 lässt sich ein verschlüsselter DNS-Dienst über die Systemeinstellung „Privates DNS“ eintragen. Die Bezeichnung und Position unterscheiden sich je nach Hersteller; die Suche in den Einstellungen findet den Eintrag meist schneller als das Durchgehen aller Menüs.
Öffnen Sie auf einem Google Pixel „Einstellungen > Netzwerk & Internet > Privates DNS“. Auf Samsung-Geräten lautet der übliche Pfad „Einstellungen > Verbindungen > Weitere Verbindungseinstellungen > Privates DNS“.
Wählen Sie „Hostname des privaten DNS-Anbieters“. Auf Samsung kann die Auswahl „Hostname des Anbieters des privaten DNS“ heißen.
Tragen Sie den persönlichen Hostnamen aus Ihrem Seawall-Konto ein. In dieses Feld gehört kein Weblink mit „https://“ und keine numerische IP-Adresse.
Tippen Sie auf „Speichern“. Öffnen Sie anschließend eine Website und eine App, um die Verbindung zu prüfen.
Für einen Einstieg ohne Konto steht die öffentliche Adresse dns.seawalldns.com zur Verfügung. Sie blockiert Werbung und Tracker, bietet aber keine persönlichen Einstellungen, Statistiken oder Profile. Für individuelle Regeln verwenden Sie den Hostnamen aus Ihrem Konto.
Typische Probleme und Lösungen: Meldet Android, dass der private DNS-Server nicht erreichbar ist, prüfen Sie zunächst Schreibweise und Internetverbindung. Stellen Sie vorübergehend auf „Automatisch“ zurück: Funktioniert das Internet dann wieder, liegt das Problem wahrscheinlich am eingetragenen Hostnamen oder an der Erreichbarkeit des Dienstes im aktuellen Netz.
In Hotel- oder Gäste-WLANs kann zunächst eine Anmeldeseite nötig sein. Wechseln Sie dafür gegebenenfalls vorübergehend auf „Automatisch“ und aktivieren Sie danach wieder Ihren DNS-Hostnamen. Herstellerabhängige Schritte finden Sie in der Android-Einrichtungsanleitung.
iPhone: DNS über Profile einstellen
Auf iPhone und iPad richtet Seawall den DNS-Dienst über ein Konfigurationsprofil ein. Das ist für den Schutz unterwegs geeigneter als eine manuelle DNS-Änderung in den Einstellungen eines einzelnen WLANs.
Öffnen Sie auf dem iPhone Ihr Seawall-Konto und laden Sie das dort angebotene Konfigurationsprofil für das Gerät herunter. Bestätigen Sie die Nachfrage zum Download des Profils.
Öffnen Sie „Einstellungen“. Tippen Sie auf „Profil geladen“, wenn dieser Eintrag angezeigt wird. Alternativ öffnen Sie „Allgemein > VPN und Geräteverwaltung“ und wählen das heruntergeladene Profil.
Prüfen Sie die angezeigten Profilinformationen und tippen Sie auf „Installieren“. Geben Sie bei Aufforderung Ihren Gerätecode ein und bestätigen Sie die Installation.
Öffnen Sie anschließend Safari und eine weitere App. Prüfen Sie die Verbindung sowohl im WLAN als auch mit mobilen Daten.
Typische Probleme und Lösungen: Fehlt „Profil geladen“, kontrollieren Sie „Allgemein > VPN und Geräteverwaltung“ und laden Sie das Profil nötigenfalls erneut herunter. Auf verwalteten Firmen- oder Schulgeräten kann die Installation gesperrt sein; hier muss die zuständige Administration entscheiden.
Ein bereits eingerichtetes VPN oder ein anderes DNS-Profil kann beeinflussen, welcher Resolver tatsächlich verwendet wird. Prüfen Sie diese Einstellungen, statt mehrere Profile übereinander einzurichten. Die iPhone-Anleitung führt durch die Einrichtung.
Router: DNS-Server ändern
Am Router eingetragene DNS-Server können auch Geräte schützen, die keine komfortable eigene DNS-Einstellung haben. Dazu gehören viele Smart-TVs. Allerdings unterscheiden sich Menüs und Möglichkeiten zwischen Routermodellen und alternativen Firmware-Versionen.
Öffnen Sie die Verwaltungsoberfläche Ihres Routers und melden Sie sich an. Bei einer FRITZ!Box erreichen Sie diese im Heimnetz üblicherweise über „fritz.box“.
Suchen Sie die DNS-Einstellungen. Bei FRITZ!OS liegen sie üblicherweise unter „Internet > Zugangsdaten > DNS-Server“; bei anderen Routern unter „Internet“, „WAN“, „LAN“ oder „DHCP“.
Wählen Sie die Verwendung eigener DNS-Server. Tragen Sie die beiden für Router angegebenen Seawall-DNS-Adressen aus Ihrem Konto in die Felder für bevorzugten und alternativen DNS-Server ein.
Prüfen Sie, ob getrennte Einstellungen für IPv4 und IPv6 vorhanden sind. Verwenden Sie nur die dafür vorgesehenen Angaben aus der Einrichtungshilfe und speichern Sie die Änderungen.
Verbinden Sie ein Endgerät erneut mit dem WLAN. Prüfen Sie anschließend, ob Webseiten erreichbar sind und die Filterung greift.
Typische Probleme und Lösungen: Fehlen bearbeitbare DNS-Felder, kann die Anbieter-Firmware diese Einstellung einschränken. Dann richten Sie DNS direkt auf den unterstützten Endgeräten ein. Bei eigener Firmware müssen Sie unterscheiden, welchen DNS-Server der Router selbst nutzt und welchen er per DHCP an Geräte verteilt.
Bleibt Werbung unverändert, prüfen Sie eigene DNS- oder VPN-Einstellungen auf dem Endgerät sowie „Sicheres DNS“ im Browser. Auch eine unveränderte IPv6-Konfiguration kann dazu führen, dass ein anderer Resolver genutzt wird. Tragen Sie keinen ungefilterten alternativen Server ein, wenn die Filterregeln verlässlich gelten sollen.
Die Grenzen von DNS-Blockierung
DNS kann Werbung innerhalb von YouTube-Videos nicht gezielt blockieren. Ebenso lässt sich Werbung nicht getrennt sperren, wenn eine Website sie über dieselbe Domain wie ihre gewünschten Inhalte ausliefert. Eine Domainsperre würde dann auch den Film oder die Seite treffen.
Auch bereits geladene Anzeigen verschwinden nach einer DNS-Änderung nicht unbedingt sofort. Schließen Sie die App oder laden Sie die Seite neu. Bleibt ein leerer Anzeigenbereich zurück, ist das nicht automatisch ein Fehler: DNS verändert das Seitenlayout nicht.
Manche Apps verwenden eigene Verbindungswege oder einen eigenen Resolver. Und ein VPN kann die DNS-Auswahl des Geräts ersetzen. Geräteschutz bedeutet deshalb nicht, dass jede Anwendung unter allen Umständen dieselben DNS-Regeln verwendet.
DNS-Schutz ersetzt außerdem weder Sicherheitsupdates noch einen vorsichtigen Umgang mit Links. Ein Filter kann bekannte gefährliche Domains sperren, aber nicht jeden Betrugsversuch erkennen. Prüfen Sie bei unerwarteten Zahlungsaufforderungen weiterhin Absender und Adresse.
Wie Seawall DNS helfen kann
Seawall ist ein kostenpflichtiger DNS-Filter, der über vorhandene Geräteeinstellungen arbeitet. Laut den Seawall-Produktangaben lassen sich damit Werbung in Apps, Spielen und Browsern wie Chrome, Safari, Firefox, Edge und Samsung Internet sowie Tracker und Analysedienste blockieren. Auch integrierte Werbung auf Xiaomi-, Redmi- und POCO-Geräten wird unterstützt.
Der Sicherheitsschutz ist standardmäßig aktiv. Er umfasst unter anderem bekannte Phishing- und Betrugsseiten, Schadsoftware- und Ransomware-Server, schädliche Werbenetzwerke und täuschend ähnliche Domains. Neu registrierte Domains lassen sich optional sperren.
Bei gemischten Gerätehaushalten erfolgt die Einrichtung passend zum System: über ein Profil auf iPhone, iPad und Mac, DNS over HTTPS unter Windows 11 oder DNS-Adressen unter Windows 10 und auf unterstützten Smart-TVs. Der Router kann weitere Geräte im Heimnetz abdecken; Smartphones erhalten für unterwegs ihre eigene Konfiguration.
Im Konto können Sie Geräte benennen, Statistiken ansehen sowie Erlaubnis- und Sperrlisten verwalten. Funktioniert eine Seite nicht richtig, lässt sich der Schutz für zehn Minuten pausieren. Laden Sie die Seite danach erneut: Funktioniert sie nun, prüfen Sie eine gezielte Ausnahme, statt den Filter dauerhaft abzuschalten.
Für Familien bietet Seawall getrennte Kinderprofile mit altersbezogenen Voreinstellungen, Zeitplänen und sicheren Sucheinstellungen für Google, Bing und YouTube. Die Regeln können dem Kindertelefon auch über mobile Daten folgen. Hinweise zur Einrichtung stehen auf der Seite zur Kindersicherung für Familien.
Für Büros lässt sich das Netzwerk am Router filtern, mit einem eigenen Profil je Büro, Wochenberichten und Anfrageprotokoll. Seawall nennt dafür einen kostenlosen 14-tägigen Pilotbetrieb für das erste Büro.
Nach den Seawall-Angaben stehen die Server in Deutschland; verarbeitet werden angefragte Domainnamen, nicht Seiteninhalte. Das Anfrageprotokoll ist standardmäßig ausgeschaltet. Jeder Tarif beginnt mit einer kostenlosen zweistündigen Testphase ohne Karte und ohne automatische Verlängerung.
Die Frage „Was ist DNS?“ führt damit zu einer konkreten Entscheidung: Wollen Sie einzelne Browserseiten filtern oder mehrere Anwendungen und Geräte abdecken? Für Letzteres ist eine DNS-Einrichtung sinnvoll, solange Sie die Grenzen bei YouTube-Werbung und Werbung von der eigenen Website-Domain berücksichtigen.
Wer wir sind und wie wir prüfen
Seawall (seawalldns.com) ist ein DNS-Dienst, der Werbung, Tracker und Betrugsseiten auf jedem Gerät ohne App blockiert – mit Kindersicherung für Familien und DNS-Filter für Büros.
Vor der Veröffentlichung werden Angaben zu Seawall – Preise, Testzugang, Geräte, Zahlung – mit den Daten des Dienstes abgeglichen. Links zu Diensten und Geräten Dritter führen zu deren offiziellen Websites; ihre Erreichbarkeit wurde am Tag der Veröffentlichung geprüft.
DNS-Blockierung kann Werbe- und Trackingverbindungen verhindern, bevor Inhalte geladen werden. Dadurch können weniger Daten übertragen und Seiten schneller geladen werden; der Effekt hängt von der jeweiligen Seite ab. Der Schutz kann außerdem mehrere Apps umfassen, statt nur innerhalb eines Browsers zu wirken.
Wie kann ich DNS auf meinem Router einstellen?
Melden Sie sich an der Routeroberfläche an, öffnen Sie die DNS-Einstellungen unter „Internet“, „WAN“ oder „DHCP“ und aktivieren Sie eigene DNS-Server. Übertragen Sie die vorgesehenen Adressen in die Felder für bevorzugten und alternativen Server, prüfen Sie IPv6 und speichern Sie. Verbinden Sie danach ein Gerät erneut; bei gesperrten DNS-Feldern bleibt die Einrichtung direkt am Endgerät.
Funktioniert DNS-Blockierung auf allen Geräten?
Viele Geräte lassen sich direkt oder über den Router einbinden. Die konkrete Methode hängt vom Betriebssystem und den verfügbaren Einstellungen ab. Eigene Resolver oder VPN-Verbindungen können die Vorgabe umgehen; Werbung innerhalb von YouTube-Videos und von der eigenen Domain einer Website bleibt grundsätzlich eine Grenze.
Wie kann ich DNS für meine Kinder sicherer machen?
Verwenden Sie ein eigenes Kinderprofil mit passenden Kategorien, sicheren Sucheinstellungen und Zeitplänen. Seawall unterstützt unter anderem Sperren für Erwachsenenseiten, Glücksspiel und Dating sowie einzelne Dienste. Richten Sie das Profil direkt auf dem Kindertelefon ein, wenn die Regeln auch außerhalb des heimischen WLANs gelten sollen.
Was ist der Unterschied zwischen DNS und einem Ad-Blocker?
DNS löst Domainnamen auf; erst ein DNS-Filter ergänzt Sperrregeln. Ein Werbeblocker als Browser-Erweiterung kann dagegen einzelne Anfragen und Seitenelemente innerhalb des Browsers bearbeiten und etwa leere Werbeflächen ausblenden. DNS-Filter können mehr Anwendungen erreichen, unterscheiden aber keine Inhalte, die über dieselbe Domain ausgeliefert werden.