Für die Kindersicherung auf dem Handy müssen Sie nicht bei null anfangen. Auf dem iPhone ist „Bildschirmzeit“ eingebaut, unter Android steht Google Family Link bereit. Sie können die Nutzungsdauer begrenzen, Zeitpläne festlegen, Apps genehmigen und Websites im Browser filtern. Dabei erfüllen Zeitlimits und Inhaltsfilter unterschiedliche Aufgaben: Ein Zeitlimit begrenzt die Nutzung, ein Website-Filter die erreichbaren Inhalte. Ein DNS-Filter ergänzt die Regeln um einen Filter für jede App und jeden Browser auf dem Handy.
Kindersicherung am iPhone: Bildschirmzeit einrichten
Sie benötigen die Familienfreigabe und einen eigenen Apple Account als Kinderaccount für Ihr Kind. Die Bildschirmzeit am iPhone stellen Sie mit iOS 27 von Ihrem eigenen iPhone aus ein. Die neuen Funktionen setzen laut Apple voraus, dass alle Geräte der Familiengruppe iOS 27, iPadOS 27 beziehungsweise macOS 27 verwenden. Können Sie nicht alle Geräte aktualisieren, nutzen Sie die bisherige Version der Bildschirmzeit weiter oder passen die Kindersicherung direkt auf dem Gerät Ihres Kindes an.
- Öffnen Sie auf Ihrem eigenen iPhone „Einstellungen › Familie“ und tippen Sie auf den Namen Ihres Kindes.
- Tippen Sie auf „Nutzungszeiten“. Legen Sie ein tägliches Zeitbudget für App-Kategorien fest, etwa für Spiele oder soziale Medien.
- Öffnen Sie „Zeitplan für Bildschirmzeit“ und aktivieren Sie „Zeitplan“. Legen Sie fest, welche Apps Ihr Kind vor, während und nach der Schule nutzen darf. Dabei können Sie Schultage und Wochenenden unterschiedlich planen.
- Öffnen Sie „Apps & Websites › Einschränkungen“. Wählen Sie unter „Websites“ die Option „Filtern“ und anschließend „Nur jugendfreie Websites“ oder „Nur genehmigte Websites“.
Einige Schutzfunktionen aktiviert Apple bereits standardmäßig: Kinder unter 13 Jahren müssen vor einer neuen App oder dem Besuch einer neuen Website Ihre Zustimmung einholen. Für Kinder unter 18 Jahren ist „Nur jugendfreie Websites“ eingeschaltet. Für Änderungen an Einstellungen, Limits und Beschränkungen benötigen Sie den „Bildschirmzeit-Code“; er ist nicht der Entsperrcode des Geräts. Für ein Kind in Ihrer Familiengruppe legen Sie ihn auf Ihrem eigenen Gerät fest, nicht auf dem Handy Ihres Kindes.
Kindersicherung unter Android: Family Link einrichten
Die Kindersicherung für Android verwalten Sie mit Google Family Link. Wenn Sie Family Link einrichten, installieren Sie die App zunächst auf Ihrem eigenen Android-Handy oder iPhone. Erstellen Sie ein Google-Konto für Ihr Kind oder ergänzen Sie die Elternaufsicht bei einem bestehenden Konto. Melden Sie Ihr Kind mit diesem Konto auf seinem Android-Handy an. Auch die Bildschirmzeit unter Android verwalten Sie in einem Bereich namens „Bildschirmzeit“. Wählen Sie dafür in Ihrer Family Link App zunächst Ihr Kind aus:
Tageslimit- Family Link
- Bildschirmzeit
- Zeitlimits
Ruhezeit · Schulmodus- Family Link
- Bildschirmzeit
- Zeitpläne
Websites- Family Link
- Einstellungen
- Google Chrome und Web
Aktivieren Sie unter „Zeitlimits“ das „Tageslimit“ und legen Sie die Stunden für jeden Wochentag fest. Mit „App-Limits“ begrenzen Sie eine einzelne App. Unter „Zeitpläne“ können Sie mit „Ruhezeit“ das Handy nachts und mit „Schulmodus“ während des Unterrichts sperren. Wählen Sie unter „Google Chrome und Web“ die Einstellung „Versuchen, anstößige Websites zu blockieren“. Google weist darauf hin, dass kein Filter perfekt ist. Alternativ können Sie nur genehmigte Websites zulassen.
Wichtig bei mehreren Geräten: Tageslimits gelten für jedes Gerät einzeln. Ein Limit von zwei Stunden bedeutet also zwei Stunden auf jedem Android-Handy oder Chromebook, nicht zwei Stunden insgesamt. Über Ihre Family Link App können Sie das Handy auch sperren oder zusätzliche Zeit geben. Auf dem Handy Ihres Kindes finden Sie die Einstellungen ab Android 8.1 unter „Einstellungen › Digital Wellbeing & Jugendschutz“. Für Änderungen dort müssen Sie sich anmelden oder Ihren „Eltern-Zugangscode“ eingeben.
Für Ihr eigenes Handy zeigt „Digital Wellbeing“, wie lange Sie einzelne Apps nutzen, und ermöglicht App-Timer; bei einem Kinderkonto übernimmt Family Link diese Aufgabe.
Was Bildschirmzeit und Family Link nicht abdecken
- Andere Browser. Family Link filtert Websites in Chrome und einigen Android-Apps, Apples Website-Filter in Safari und anderen unterstützten Browser-Apps. Auf einem Computer kann sich Ihr Kind aus Chrome abmelden oder einen anderen Browser öffnen. Dort greifen die Chrome-Einstellungen von Family Link nicht.
- iPhone oder Android. Family Link kann iPhones und iPads nicht beaufsichtigen. Umgekehrt verwaltet „Bildschirmzeit“ nur Apple-Geräte. Entscheidend ist deshalb das Handy Ihres Kindes: Ein iPhone benötigt „Bildschirmzeit“, ein Android-Handy Family Link.
- Geräte zu Hause. Spielekonsolen und Smart-TVs richten Sie jeweils am Gerät selbst ein. Ein Filter auf dem heimischen Router kann diese Geräte gemeinsam abdecken.
Ein DNS-Filter für alle Apps und Browser
Ein DNS-Filter für Familien gilt für das ganze Gerät statt nur für einen Browser. Bei Seawall erhält jedes Kind ein eigenes Profil, ausgehend von einer Altersvorlage („Bis 5“, „Kinder“ oder „Teens“). Websites mit Erwachseneninhalten und Glücksspiel werden in jedem Browser und jeder App blockiert. Die sichere Suche ist in Google und Bing aktiviert, bei YouTube der eingeschränkte Modus. Dienste wie TikTok oder Roblox können Sie für ein Profil vollständig oder zu bestimmten Zeiten ausschalten. Mehr dazu erfahren Sie auf der Seawall-Seite für Familien.
Unter Android erfolgt die Einrichtung über „Privates DNS“ mit Ihrer persönlichen Seawall-Adresse; die Schritte zeigt die Android-Anleitung. Auf dem iPhone installieren Sie ein Seawall-Profil nach der Anleitung für iPhone und iPad. Beides funktioniert im WLAN und über mobile Daten, ohne App auf dem Handy Ihres Kindes. Family Link kann Änderungen an „Privates DNS“ allerdings nicht sperren. Richten Sie Seawall deshalb zusätzlich nach der Router-Anleitung im Heimnetz ein: Dort bleibt der Filter auch dann aktiv, wenn Ihr Kind die DNS-Einstellung am Handy ändert.