Kindersicherung auf dem Handy einrichten: Bildschirmzeit und Family Link · Seawall

Kindersicherung

Kindersicherung auf dem Handy einrichten: Bildschirmzeit und Family Link

Kindersicherung auf dem Handy beginnt mit den Werkzeugen von Apple und Google: „Bildschirmzeit“ auf dem iPhone und Google Family Link unter Android. Damit legen Sie Zeitlimits und Regeln für Ihr Kind fest; ein DNS-Filter ergänzt den Schutz über einzelne Browser hinaus.

Aktualisiert am 26. Okt. 2026 · 7 Min. Lesezeit · Seawall-Team

Kurz gesagt

  • Auf dem iPhone verwalten Sie Zeiten, Apps und Website-Filter mit „Bildschirmzeit“.
  • Für ein Android-Handy richten Sie mit Family Link Tageslimits, Ruhezeiten und Website-Regeln ein.
  • Ein DNS-Filter ergänzt die Kindersicherung in Apps und Browsern sowie auf Geräten im heimischen WLAN.

Für die Kindersicherung auf dem Handy müssen Sie nicht bei null anfangen. Auf dem iPhone ist „Bildschirmzeit“ eingebaut, unter Android steht Google Family Link bereit. Sie können die Nutzungsdauer begrenzen, Zeitpläne festlegen, Apps genehmigen und Websites im Browser filtern. Dabei erfüllen Zeitlimits und Inhaltsfilter unterschiedliche Aufgaben: Ein Zeitlimit begrenzt die Nutzung, ein Website-Filter die erreichbaren Inhalte. Ein DNS-Filter ergänzt die Regeln um einen Filter für jede App und jeden Browser auf dem Handy.

Kindersicherung am iPhone: Bildschirmzeit einrichten

Sie benötigen die Familienfreigabe und einen eigenen Apple Account als Kinderaccount für Ihr Kind. Die Bildschirmzeit am iPhone stellen Sie mit iOS 27 von Ihrem eigenen iPhone aus ein. Die neuen Funktionen setzen laut Apple voraus, dass alle Geräte der Familiengruppe iOS 27, iPadOS 27 beziehungsweise macOS 27 verwenden. Können Sie nicht alle Geräte aktualisieren, nutzen Sie die bisherige Version der Bildschirmzeit weiter oder passen die Kindersicherung direkt auf dem Gerät Ihres Kindes an.

  1. Öffnen Sie auf Ihrem eigenen iPhone „Einstellungen › Familie“ und tippen Sie auf den Namen Ihres Kindes.
  2. Tippen Sie auf „Nutzungszeiten“. Legen Sie ein tägliches Zeitbudget für App-Kategorien fest, etwa für Spiele oder soziale Medien.
  3. Öffnen Sie „Zeitplan für Bildschirmzeit“ und aktivieren Sie „Zeitplan“. Legen Sie fest, welche Apps Ihr Kind vor, während und nach der Schule nutzen darf. Dabei können Sie Schultage und Wochenenden unterschiedlich planen.
  4. Öffnen Sie „Apps & Websites › Einschränkungen“. Wählen Sie unter „Websites“ die Option „Filtern“ und anschließend „Nur jugendfreie Websites“ oder „Nur genehmigte Websites“.

Einige Schutzfunktionen aktiviert Apple bereits standardmäßig: Kinder unter 13 Jahren müssen vor einer neuen App oder dem Besuch einer neuen Website Ihre Zustimmung einholen. Für Kinder unter 18 Jahren ist „Nur jugendfreie Websites“ eingeschaltet. Für Änderungen an Einstellungen, Limits und Beschränkungen benötigen Sie den „Bildschirmzeit-Code“; er ist nicht der Entsperrcode des Geräts. Für ein Kind in Ihrer Familiengruppe legen Sie ihn auf Ihrem eigenen Gerät fest, nicht auf dem Handy Ihres Kindes.

Kindersicherung unter Android: Family Link einrichten

Die Kindersicherung für Android verwalten Sie mit Google Family Link. Wenn Sie Family Link einrichten, installieren Sie die App zunächst auf Ihrem eigenen Android-Handy oder iPhone. Erstellen Sie ein Google-Konto für Ihr Kind oder ergänzen Sie die Elternaufsicht bei einem bestehenden Konto. Melden Sie Ihr Kind mit diesem Konto auf seinem Android-Handy an. Auch die Bildschirmzeit unter Android verwalten Sie in einem Bereich namens „Bildschirmzeit“. Wählen Sie dafür in Ihrer Family Link App zunächst Ihr Kind aus:

Tageslimit
  1. Family Link
  2. Bildschirmzeit
  3. Zeitlimits
Ruhezeit · Schulmodus
  1. Family Link
  2. Bildschirmzeit
  3. Zeitpläne
Websites
  1. Family Link
  2. Einstellungen
  3. Google Chrome und Web

Aktivieren Sie unter „Zeitlimits“ das „Tageslimit“ und legen Sie die Stunden für jeden Wochentag fest. Mit „App-Limits“ begrenzen Sie eine einzelne App. Unter „Zeitpläne“ können Sie mit „Ruhezeit“ das Handy nachts und mit „Schulmodus“ während des Unterrichts sperren. Wählen Sie unter „Google Chrome und Web“ die Einstellung „Versuchen, anstößige Websites zu blockieren“. Google weist darauf hin, dass kein Filter perfekt ist. Alternativ können Sie nur genehmigte Websites zulassen.

Wichtig bei mehreren Geräten: Tageslimits gelten für jedes Gerät einzeln. Ein Limit von zwei Stunden bedeutet also zwei Stunden auf jedem Android-Handy oder Chromebook, nicht zwei Stunden insgesamt. Über Ihre Family Link App können Sie das Handy auch sperren oder zusätzliche Zeit geben. Auf dem Handy Ihres Kindes finden Sie die Einstellungen ab Android 8.1 unter „Einstellungen › Digital Wellbeing & Jugendschutz“. Für Änderungen dort müssen Sie sich anmelden oder Ihren „Eltern-Zugangscode“ eingeben.

Für Ihr eigenes Handy zeigt „Digital Wellbeing“, wie lange Sie einzelne Apps nutzen, und ermöglicht App-Timer; bei einem Kinderkonto übernimmt Family Link diese Aufgabe.

Was Bildschirmzeit und Family Link nicht abdecken

  • Andere Browser. Family Link filtert Websites in Chrome und einigen Android-Apps, Apples Website-Filter in Safari und anderen unterstützten Browser-Apps. Auf einem Computer kann sich Ihr Kind aus Chrome abmelden oder einen anderen Browser öffnen. Dort greifen die Chrome-Einstellungen von Family Link nicht.
  • iPhone oder Android. Family Link kann iPhones und iPads nicht beaufsichtigen. Umgekehrt verwaltet „Bildschirmzeit“ nur Apple-Geräte. Entscheidend ist deshalb das Handy Ihres Kindes: Ein iPhone benötigt „Bildschirmzeit“, ein Android-Handy Family Link.
  • Geräte zu Hause. Spielekonsolen und Smart-TVs richten Sie jeweils am Gerät selbst ein. Ein Filter auf dem heimischen Router kann diese Geräte gemeinsam abdecken.

Ein DNS-Filter für alle Apps und Browser

Ein DNS-Filter für Familien gilt für das ganze Gerät statt nur für einen Browser. Bei Seawall erhält jedes Kind ein eigenes Profil, ausgehend von einer Altersvorlage („Bis 5“, „Kinder“ oder „Teens“). Websites mit Erwachseneninhalten und Glücksspiel werden in jedem Browser und jeder App blockiert. Die sichere Suche ist in Google und Bing aktiviert, bei YouTube der eingeschränkte Modus. Dienste wie TikTok oder Roblox können Sie für ein Profil vollständig oder zu bestimmten Zeiten ausschalten. Mehr dazu erfahren Sie auf der Seawall-Seite für Familien.

Unter Android erfolgt die Einrichtung über „Privates DNS“ mit Ihrer persönlichen Seawall-Adresse; die Schritte zeigt die Android-Anleitung. Auf dem iPhone installieren Sie ein Seawall-Profil nach der Anleitung für iPhone und iPad. Beides funktioniert im WLAN und über mobile Daten, ohne App auf dem Handy Ihres Kindes. Family Link kann Änderungen an „Privates DNS“ allerdings nicht sperren. Richten Sie Seawall deshalb zusätzlich nach der Router-Anleitung im Heimnetz ein: Dort bleibt der Filter auch dann aktiv, wenn Ihr Kind die DNS-Einstellung am Handy ändert.

Häufige Fragen

Wie richte ich die Kindersicherung am iPhone ein?

Richten Sie die Familienfreigabe und einen Kinderaccount für Ihr Kind ein. Öffnen Sie mit iOS 27 auf Ihrem eigenen iPhone „Einstellungen › Familie“ und tippen Sie auf den Namen Ihres Kindes. Über „Nutzungszeiten“, „Zeitplan für Bildschirmzeit“ und „Apps & Websites“ legen Sie Zeitbudgets, Zeitpläne und Inhaltsregeln fest.

Was tun, wenn ich den Bildschirmzeit-Code vergessen habe?

Für das iPhone Ihres Kindes öffnen Sie auf Ihrem eigenen Gerät „Einstellungen › Bildschirmzeit“ und tippen auf den Namen Ihres Kindes. Wählen Sie anschließend „Bildschirmzeit verwalten › Bildschirmzeit-Code ändern“. Für Ihr eigenes iPhone können Sie den Code mit Ihrem Apple Account zurücksetzen, sofern Sie die Code-Wiederherstellung eingerichtet haben.

Funktioniert Family Link auf dem iPhone?

Ja, aber nur auf der Elternseite: Sie können die Family Link App auf Ihrem iPhone installieren und damit das Android-Handy Ihres Kindes verwalten. Dafür benötigen Sie iOS 16 oder neuer. Ein iPhone oder iPad Ihres Kindes lässt sich damit nicht beaufsichtigen; dafür nutzen Sie „Bildschirmzeit“.

Brauche ich eine Kindersicherungs-App?

Nicht unbedingt: Auf dem iPhone ist „Bildschirmzeit“ eingebaut; für die Verwaltung eines Android-Kinderkontos nutzen Sie die Family Link App auf Ihrem eigenen Handy. Seawall benötigt ebenfalls keine App auf dem Handy Ihres Kindes: Es funktioniert über „Privates DNS“ unter Android und ein Seawall-Profil auf dem iPhone.

Wirkt die Kindersicherung auch mit mobilen Daten?

Ja, wenn sie auf dem Handy selbst eingerichtet ist: „Bildschirmzeit“, Family Link und Seawall über „Privates DNS“ oder ein Seawall-Profil funktionieren auch mit mobilen Daten. Ein Filter auf dem heimischen Router schützt dagegen nur Geräte, die mit dem Heimnetz verbunden sind, etwa über WLAN.

Kann mein Kind die Kindersicherung ausschalten?

Änderungen an „Bildschirmzeit“ benötigen Ihren „Bildschirmzeit-Code“; Family Link verlangt Ihre Anmeldung oder Ihren „Eltern-Zugangscode“. Family Link kann „Privates DNS“ nicht sperren, weshalb Seawall zusätzlich auf dem Router sinnvoll ist. Seawall blockiert außerdem bekannte Proxy-Dienste und andere DNS-Anbieter, die Kinder zum Umgehen von Filtern nutzen.

Werbung auf allen Geräten blockieren

Seawall blockiert Werbung und Tracker in Apps, Browsern und auf Smart-TVs. Ganz ohne App.