Welcher Weg der richtige ist, hängt davon ab, wofür die Sperre gelten soll: für ein einzelnes Gerät, einen Browser oder alle Geräte im Haushalt. Für Kinder empfiehlt sich meist eine Kombination.
Webseiten sperren auf dem iPhone
Auf dem iPhone oder iPad Ihres Kindes sperren Sie Webseiten mit der Kindersicherung in der Bildschirmzeit. Ab iOS 27 und iPadOS 27 geht das so, wenn alle Geräte der Familie aktualisiert sind:
- Öffnen Sie Einstellungen › Familie und tippen Sie auf den Namen Ihres Kindes.
- Tippen Sie auf „Apps & Websites“ und geben Sie, falls nötig, Ihren Bildschirmzeit-Code ein.
- Seiten für Erwachsene sperren: Tippen Sie auf „Einschränkungen“, dann unter „Websites“ auf „Filtern“, und wählen Sie „Nur jugendfreie Websites“.
- Eine bestimmte Seite sperren: Wählen Sie die Website aus und tippen Sie auf „Website blockieren“.
Laut Apple gilt das in Safari und anderen unterstützten Browser-Apps; für Kinder unter 18 Jahren ist „Nur jugendfreie Websites“ standardmäßig eingeschaltet. In älteren iOS-Versionen finden Sie die Website-Filter in den Einstellungen der Bildschirmzeit. Auch auf Ihrem eigenen iPhone können Sie Websites über die Bildschirmzeit beschränken.
Webseiten sperren unter Android
Für Kinder bietet Google die App Family Link an. Damit sperren Sie Webseiten in Chrome:
- Öffnen Sie die Family-Link-App und wählen Sie das Konto Ihres Kindes.
- Tippen Sie auf Einstellungen › Google Chrome und Web.
- Seiten für Erwachsene sperren: Wählen Sie „Versuchen, anstößige Websites zu blockieren“.
- Eine bestimmte Seite sperren: Tippen Sie unter „Websites verwalten“ auf „Blockierte Websites“ und dann auf „Website hinzufügen“.
Webseiten sperren in Chrome
Ist Ihr Kind in Chrome mit seinem Google-Konto angemeldet, das Sie mit Family Link verwalten, gelten die Sperren auch auf dem Computer – unter Windows, auf dem Mac und auf dem Chromebook.
Wer Seiten für sich selbst sperren möchte, nutzt oft eine Erweiterung, die Websites blockiert. Einfacher ist ein DNS-Filter: Er gilt für das ganze Gerät statt nur für einen Browser und lässt sich nicht mit einem Klick auf ein Symbol abschalten.
FRITZ!Box: Internetseiten sperren für das ganze WLAN
Auf der FRITZ!Box sperren Sie Internetseiten mit der Kindersicherung. Die Sperre gilt für jedes Gerät, dem Sie das passende Zugangsprofil zuweisen, also auch für Smart-TVs und Spielkonsolen. Ab FRITZ!OS 8.2 geht das so:
- Öffnen Sie die Benutzeroberfläche der FRITZ!Box und klicken Sie auf Internet › Filter › Listen. Tragen Sie die Seiten in die Sperrliste „Gesperrte Internetseiten“ ein. In älteren FRITZ!OS-Versionen hieß sie „Blacklist“.
- Legen Sie unter Internet › Filter › Zugangsprofile ein Zugangsprofil an und aktivieren Sie dort den Filter für Internetseiten mit der Liste „Gesperrte Internetseiten“.
- Weisen Sie das Profil unter Internet › Filter › Kindersicherung über „Zugangsprofile ändern“ den Geräten Ihres Kindes zu und speichern Sie mit „Aktualisieren“.
Im Zugangsprofil legen Sie mit der „Zeitbeschränkung“ außerdem fest, wann und wie lange die Geräte online sein dürfen. Die Grenzen: Die FRITZ!Box-Sperrliste gilt nur im Heimnetz, unterwegs mit mobilen Daten greift sie nicht. Und sie kennt nur Adressen, die Sie selbst eintragen.
Pornoseiten sperren: Kategorien statt einzelner Adressen
Seiten für Erwachsene gibt es zu viele, um sie einzeln einzutragen. Dafür gibt es Filter nach Kategorien: „Nur jugendfreie Websites“ auf dem iPhone, „Versuchen, anstößige Websites zu blockieren“ in Family Link – oder einen DNS-Filter wie Seawall, der ganze Kategorien sperrt, etwa Seiten für Erwachsene, Glücksspiel oder Dating.
Schalten Sie zusätzlich SafeSearch ein: Dann filtern auch Google und Bing ihre Suchergebnisse. Seawall kann SafeSearch in Kinderprofilen fest einschalten – mehr dazu auf der Seite Seawall für Familien.
Mit Seawall auf allen Geräten Seiten sperren
Seawall sperrt Seiten über DNS: Fragt ein Gerät nach einer gesperrten Adresse, bekommt es keine Antwort – in allen Browsern und Apps, die kein eigenes DNS nutzen. So richten Sie Seawall ein:
- Öffnen Sie in Ihrem Konto Familie › Profil hinzufügen und wählen Sie eine Altersvorlage: „Bis 5“, „Kinder“ oder „Teens“.
- Setzen Sie einzelne Seiten auf die Liste der gesperrten Seiten.
- Richten Sie Seawall im Router ein, damit die Sperre für alle Geräte im WLAN gilt, und zusätzlich auf dem Handy Ihres Kindes, damit sie auch mit mobilen Daten wirkt.
Mit einem Zeitplan pausieren Sie außerdem Spiele und Social Media zu festen Zeiten, etwa an Schultagen.
Wenn eine gesperrte Seite trotzdem lädt
- Der Browser fragt einen anderen DNS-Anbieter. Chrome kann DNS-Abfragen selbst verschlüsselt an einen anderen Anbieter senden; dann greift der Filter im Router nicht. Stellen Sie in Chrome auf dem Handy unter Einstellungen › Datenschutz und Sicherheit › Sicheres DNS verwenden wieder „Aktuellen Anbieter verwenden“ ein; am Computer wählen Sie unter Einstellungen › Datenschutz und Sicherheit › Sicherheit › Sicheres DNS verwenden wieder „Standardeinstellung des Betriebssystems (falls verfügbar)“.
- Das Gerät merkt sich die Adresse. Geräte speichern DNS-Antworten für kurze Zeit. Schließen Sie den Browser oder starten Sie das Gerät neu.
- Mobile Daten. Eine Sperre im Router gilt nur im WLAN. Richten Sie den Filter auch auf dem Handy ein.
- Ein anderer Browser. Family Link sperrt Seiten nur in Chrome. Ein DNS-Filter gilt für das ganze Gerät.