Chrome lässt sich auf zwei Ebenen gegen Werbung schützen: Die eigenen Einstellungen stoppen Pop-ups und besonders störende Anzeigen. Ein DNS-Werbeblocker kann zusätzlich einen großen Teil der Werbung abfangen, die von Werbenetzwerken kommt. Für beide Wege brauchen Sie keine Erweiterung.
Was der eingebaute Werbeblocker von Chrome kann
Laut Google blockiert der Pop-up-Blocker von Chrome standardmäßig automatisch eingeblendete Pop-ups. Der Werbeblocker von Chrome greift außerdem auf Websites mit besonders störender Werbung ein: etwa bei zu vielen Anzeigen, blinkenden Grafiken, automatisch abgespieltem Ton oder Anzeigen, die den Inhalt verdecken. Chrome entfernt dort aufdringliche Werbung und zeigt eine entsprechende Meldung.
Beide Einstellungen finden Sie am Computer in den Website-Einstellungen von Chrome; prüfen Sie diese, wenn Werbung neue Fenster öffnet oder eine Seite Sie mit Anzeigen überhäuft.
Pop-ups- Einstellungen
- Datenschutz und Sicherheit
- Website-Einstellungen
- Pop-ups und Weiterleitungen
Aufdringliche Werbung- Einstellungen
- Datenschutz und Sicherheit
- Website-Einstellungen
- Zusätzliche Inhaltseinstellungen
- Aufdringliche Anzeigen
Wählen Sie für Pop-ups „Websites dürfen keine Pop-up-Fenster senden oder Weiterleitungen verwenden“. Lassen Sie für aufdringliche Werbung die Option „Werbung auf Websites, die bekanntermaßen aufdringliche oder irreführende Anzeigen präsentieren, wird blockiert“ aktiv. Gewöhnliche Banner, Videowerbung und Tracker werden dadurch nicht grundsätzlich blockiert. Dafür brauchen Sie einen zusätzlichen Werbeblocker.
Was sich bei Adblocker-Erweiterungen für Chrome geändert hat
Chrome unterstützt inzwischen nur noch Erweiterungen auf Basis von Manifest V3, der neueren Erweiterungsplattform. Seit Chrome 138 im Juli 2025 sind ältere Erweiterungen auf Basis von Manifest V2 für alle Nutzer abgeschaltet und lassen sich nicht wieder aktivieren. Im August 2026 entfernte Google die letzten davon aus dem Chrome Web Store.
Auch das ursprüngliche uBlock Origin gehört dazu und funktioniert nicht mehr in Chrome. Der Entwickler bietet uBlock Origin Lite an: Hier wendet Chrome die Filterregeln an. Diese werden nur aktualisiert, wenn die Erweiterung selbst ein Update erhält. Einige Filterfunktionen von uBlock Origin lassen sich nicht auf Manifest V3 übertragen. Nach Aussage des Entwicklers unterscheiden sich beide zu stark für einen automatischen Ersatz.
Ein Adblocker für Chrome als Erweiterung wirkt nur im Browser, in dem er installiert ist. Ein DNS-Werbeblocker benötigt dagegen keine Erweiterung. Auf dem Gerät eingerichtet, kann er Chrome, andere Browser und Apps abdecken.
Werbung in Chrome ohne Erweiterung blockieren: sicheres DNS
Beim Laden einer Seite fragt Chrome die Adressen der benötigten Server ab. Ein DNS-Werbeblocker gibt für erkannte Werbeserver keine Adresse zurück, sodass die Werbung nicht geladen wird. Über „Sicheres DNS verwenden“ kann Chrome diese Anfragen direkt an einen solchen Dienst senden. Sicheres DNS ist standardmäßig im automatischen Modus eingeschaltet; Werbung filtert es nur, wenn der DNS-Anbieter selbst Werbeserver sperrt.
Chrome am Computer- Einstellungen
- Datenschutz und Sicherheit
- Sicherheit
- Sicheres DNS verwenden
- Kopieren Sie in Ihrem Seawall-Konto die persönliche Vorlage für DNS über HTTPS Ihres Geräts (Seawall-Vorlage).
- Öffnen Sie in Chrome „Einstellungen › Datenschutz und Sicherheit › Sicherheit“ und schalten Sie „Sicheres DNS verwenden“ ein.
- Wählen Sie unter „DNS-Anbieter auswählen“ die Option „Benutzerdefinierten DNS-Dienstanbieter hinzufügen“ und fügen Sie Ihre Seawall-Vorlage ein.
Wird der Computer von Ihrem Arbeitgeber oder Ihrer Schule verwaltet oder sind Jugendschutzeinstellungen aktiviert, lässt Chrome laut Google kein sicheres DNS zu. Richten Sie Seawall dann, soweit die Geräteverwaltung es erlaubt, für den gesamten Computer ein.
Die geräteweite Einrichtung ist meist ohnehin sinnvoller: So können Sie Werbung in Chrome blockieren und zugleich andere Browser und Apps schützen. Nutzen Sie die Anleitung für Windows oder die Anleitung für Mac. Lassen Sie in Chrome bei „Sicheres DNS verwenden“ die Option „Standardeinstellung des Betriebssystems (falls verfügbar)“ ausgewählt.
Werbung in Chrome auf Android blockieren
Sie suchen einen Adblocker für Chrome auf Android? Tragen Sie auf Ihrem Handy unter „Privates DNS“ Ihre persönliche Seawall-Adresse ein. Damit lässt sich Werbung in Chrome sowie in anderen Apps und Browsern filtern – im WLAN und über mobile Daten. Die Schritte finden Sie in der Anleitung für Android.
Prüfen Sie anschließend Chrome: Ist bei „Sicheres DNS verwenden“ ein anderer Anbieter eingestellt, umgeht Chrome „Privates DNS“. Dann kann Werbung nur in Chrome wieder erscheinen. Öffnen Sie die Einstellung und wählen Sie „Aktuellen Anbieter verwenden“:
Chrome auf Android- Einstellungen
- Datenschutz und Sicherheit
- Sicheres DNS verwenden
Möchten Sie nur Chrome schützen, ohne die DNS-Einstellung des Handys zu ändern? Wählen Sie dort „Anderen Anbieter auswählen“, dann „Benutzerdefiniert“ und fügen Sie Ihre Seawall-Vorlage in „Anbieter-URL“ ein.
Chrome auf iPhone und iPad
Installieren Sie auf iPhone und iPad das Seawall-Profil nach der Anleitung für iPhone und iPad. Es gilt für das gesamte Gerät. So lässt sich Werbung von Werbenetzwerken in Chrome, Safari und Apps blockieren.
Was sich ohne Erweiterung nicht blockieren lässt
- YouTube-Werbung. YouTube liefert Werbung und Videos über dieselben Server aus. Diese per DNS zu sperren, würde auch die Videos blockieren.
- Leere Werbeflächen. Manche Seiten lassen einen leeren Kasten zurück, wenn Werbung nicht lädt. Nur eine Erweiterung kann ihn ausblenden.
- Werbung als Teil der Seite. Gesponserte Beiträge und Werbung von den eigenen Servern einer Website kommen nicht von einem getrennten Werbeserver. Ein DNS-Werbeblocker kann sie deshalb nicht gezielt herausfiltern.
Funktioniert eine Website nicht mehr? Setzen Sie sie in Ihrem Seawall-Konto auf die Liste der erlaubten Seiten oder pausieren Sie den Schutz für 10 Minuten.